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Montag, 26. März 2012

London 03/12

Ein unvergessliches Weekend ging Gestern zu Ende. Wieder konnte ich vieles entdecken und ausprobieren, aber immernoch fehlt so einiges von meiner Liste. Werde in den nächsten Tagen ein paar Reviews zu Spots machen die mir besonders gefielen...

Dieses Mal besuchte ich...

Restaurants
The Ledbury **
North Road Restaurant *
Viajante *
MeatLiqour
Hawksmoor Guildhall
Sushi Yashin

Cocktails
Montgomery Place
Happiness Forgets
Colebrook Row 69 (the bar with no name)
ECC (experimental cocktail club)

Coffee
Flat White
Milkbar
Prufrock Coffee
Rochelle Canteen

Various
Millwall FC-Leeds United
Broadway Market

Freitag, 16. März 2012

London

Dank den Meilen, die ich unter anderem während meiner Weltreise gesammelt habe, fliege ich nächstes Wochenende für Lau nach London. Mit Sicherheit, werde ich an den einen oder anderen Restaurants uund Bars vorbeikommen. Werde darüber in diesem Blog auch wieder berichten.
Defenitiv auf dem Programm steht das Viajante von Nuno Mendes. Der Portugiese hat sich dieses Jahr einen Stern im Guide Michelin erkocht und trifft momentan den Nerv der Zeit. Seine Projekte finde ich alle super intressant und ich denke auch seine Küche wird mich überraschen können.
Am Samstag will ich zudem endlich mal an den Broadway Market. Habe schon viel über diesen Markt in Hackney gehört und gelesen. Für Locals ist dieser um einiges sympatischer und typischer als der tolle aber von Touristen überloffene Borough Market.
Auch Cocktails dürfen nicht fehlen und so will ich dieses Mal bestimmt ins Colebrooke 69 gehen, welches ich letztes Mal leider nicht mehr besuchen konnte. Bei den Freunden im Happiness Forgets wird auch bestimmt wieder einiges ausprobiert.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Mesa


Kurz vor Weihnachten besuchte ich das Mesa in Zürich. Das unauffällige Haus in einem Wohnquartier in Zürich strahlt schon von aussen die Wärme aus, welche sie im Inneren des Restaurants weitervermittelt. Schlichtes, modernes Design gepaart mit einem jungen, dynamischen Team lassen einem sofort in die kulinarische Welt des Mesa eintauchen. Marcus G. Lindner der aus Feldkirch stammt, versteht es mit seinem Menu „Symphonie der Sinne“ genau diese anzusprechen. Das 7-gängige Menu zeigte alle Facetten der versierten Kochmannschaft. Die qualitativ hochstehenden Produkte entfalten sich ausgezeichnet in den harmonischen zusammengesetzten Gängen. Herausragend war das perfekt gegarte Spanferkel begleitet von einer geschmacksintensiven Barbecue Sauce, Salatherzen und Bohnen.

Die leichte Küche von Marcus G. Lindner macht es möglich, dass man nach fünf Vorspeisen den Hauptgang kaum erwarten kann. Aus drei Möglichkeiten wählte ich dreierlei Kalb, was ich nicht bereute. Umrahmt von Kastanien, Topinambur und Trüffel passte es auch super in die Jahreszeit.

Viel Freude machte die sorgfältig ausgesuchte Weinbegleitung zu den sieben Gängen. Passend zur Herkunft des Sommeliers und Kochs stammten die meisten Weine aus verschiedenen Teilen Österreichs. Zum Hummer gab es den tollen Tatschler 2005 (Chardonnay) von Andi Kollwentz, der ähnlich gut schmeckte wie der herausragende Smaragd Riesling 2005 von Emerich Knoll, der uns zur Seezunge serviert wurde.

Marcus G. Lindner versteht es den Eigengeschmack eines Produkts in den Vordergrund zu stellen, ohne unterschiedliche Texturen, Kontraste und optische Aspekte zu vernachlässigen. Seit 2006 arbeitet Marcus G. Lindner im Mesa konstant auf einem beeindruckenden Level, was ihm dieses Jahr den zweiten Michelin Stern einbrachte.

Freitag, 13. Januar 2012

London 01/12, Day 2, Evening

Nach den guten Afternoon "Snacks" nahmen wir uns zum Abendessen das St. John Bar and Restaurant im Stadtteil Smithfield vor. Fergus Henderson and Trevor Gulliver betreiben seit 1994 erfolgreich das Restaurant, welches in einer ehemaligen Räucherei untergebracht ist. Am Interieur wurde, ausser den weiss Gestrichenen Wände nicht viel verändert. Die Bar/Bäckerei im Vorraum ist ein lauter Ort der eine spezielle Pub Atmosphäre ausstrahlt. Im Restaurantbereich ist es ein wenig ruhiger, aber genau gleich spartanisch eingerichtet. Die Karte unter dem Motto "Nose to Tail Eating" wechselt täglich. Die bodenständige Küche kommt aber in der jetzigen Zeit besonders gut an. Frische, regionale Topprodukte werden so naturbelassen wie es geht zubereitet. Dennoch fehlt es denn Gerichten nicht an Geschmack. Man sieht in diesem Restaurant mal wieder wie sich der Geschmack der Leute in der heutigen Zeit verändert hat. Randen schmeckt noch nach Randen und die Kutteln werden ohne Sauce dafür frittiert ohne sonstigen "Schnick Schnack" serviert. Der Klassiker, der nie auf der Karte fehlt, ass ich zum zweiten Mal und schmeckte mir wiederum vorzüglich. Knochenmark mit Petersilie und Brot. Es braucht nicht viel um mich richtig glücklich zu machen. Hier wünscht man sich, dass sich nie etwas verändert. Die Innereien, die frischen Fische und das regionale Gemüse sollen hier immer auf der Karte bleiben.



 
Die Madeleines die frisch und noch warm serviert wurden waren ein krönender Abschluss(15 Minuten Zubereitungszeit). Man darf beim St. John nicht mit den "normalen" 1 Stern Michelin Erwartungen hingehen. Das St. John ist anders, und das ist auch gut so.

Mit gefülltem Magen ging es dann auf die Cocktailbar Tour durch Shoreditch. Wir begannen im Zetter Townhouse. Hier erinnert alles an ein Wohnzimmer eines alten Kunst Sammlers. Bilder an den Wänden und bequeme Sessel laden zum verweilen ein. Die Cocktail-Karte wurde vom team des Colebrooke 69 zusammengestellt und hat ein paar schöne Drinks dabei. Der leichte Treaty of 1854 war ein guter Auftakt. Anschliessend ging es weiter in den Worship St Whistling Shop. In diesem Keller war einiges los und es hatte mehr was von Pub wie von Cocktailbar. Dennoch die Drinks der experimentierfreudigen Mixologists waren top. Mir sagte die Ambiance nicht so sehr zu, sodass wir nach einem Drink zurück an unseren Lieblingsort fuhren, Happiness Forgets at Hoxton Square. Sobald man durch die Türe geht wird man freundlich begrüsst und glücklicherweise fanden wir schnell einen Platz an der Bar. Cocktailbars erlebt man an der Bar, wenn man den Mixologists über die Schulter schauen kann und sich Drinks je nach Geschmack und Laune empfehlen und mixen lassen kann. Wir blieben, bis wir rausgeschmissen wurden. Rausschmeissen bedeutet in diesem Fall, dass Geoff (Bartender) mit uns ins Callooh Callay kam um uns da ohne Komplikationen reinzulotsen. Da gab's auch nochmal 2 well-made Cocktails und dann wars dann doch genug. Witzig im Callooh Callay war der Weg zur Toilette der druch einen "Alice in Wonderland-Like" Schrank geht.

Dienstag, 10. Januar 2012

London 01/12, Day 1

Bin am Sonntag von ner tollen Reise aus London zurückgekehrt. Ich habe mich wieder neu in die Stadt verliebt. Ein Grund ist vielleicht mein neues Interesse, Cocktails. Dazu später mehr, denn gegessen habe ich auch wieder.
Der Lunch im Restaurant by Gordon Ramsay *** war grosses Kino. Besonders die Ambiance und der Service überzeugten mich. Grosses Lob an Jean-Claude Breton und sein Team. Die Speisen zubereitet von Head Chef Clare Smyth hinkten aber kein bisschen hinterher. Auf dem einen Teller leicht und mediterran, auf dem anderen herzerwärmend, bodenständig und geschmacklich intensiv. Die Weine dazu gut ausgewählt, auch wenn preislich eher an der oberen Grenze. Glücklich machte ich mich auf den Weg ins Savoy um in der American Bar die ersten Cocktails des Aufenthalts zu trinken. Der Malecon von Erik Lorincz schmeckte toll. Die Atmosphäre in der stilvoll umgebauten Bar trug bestimmt auch noch am Gesamteindruck bei. Den Abend verbrachte ich dann im Pollen Street Social. Das neu eröffnete Restaurant von Jason Atherton nahe des Oxford Circus ist ein unkompliziertes Gourmet Restaurant das  mit einer sehr lebendige Atmosphäre punkten konnte. Der Michelin Stern macht sich dann aber besonders im Essen bemerkbar. Die moderne, bodenständige aber dennoch durchdachten Gerichte machten Spass. Dem Treiben am Pass kann man durch die Glaswand zusehen und so sieht man auch wie Jason Atherton bei jedem einzelnen Teller sein OK gibt. Besonders ist auch die Dessertbar, welche am einen Ende des Raums ist. Statt Cocktails werden einem Desserts der Extraklasse vorgesetzt und das Beste ist, dass man bei der Zubereitung aus wenigen Metern zusehen kann. Es ist eine Frage der Zeit, bis dieses Restaurant noch mehr an Bekanntheit gewint und auf den Listen der Restaurant-Führeren Sprünge nach vorne macht. Das kleine Geschenk für die Damen am Ende des Essens muss dabei noch erwähnt werden. Natürlich nicht was drin war.

Ausklingen liess ich den Abend bei meinem "Find" des Trips. Die Cocktailbar Happiness Forgets am Hoxton Square packte mich und liess mich nicht mehr los. Die freundlichen Jungs an der Bar (Alastair & Johan) machen Cocktails die Lust auf mehr machen und einem immer wieder in die versteckte Bar im Keller zurückkehren lassen. Als Extra gabs noch Tipps für den nächsten Tag obendrauf...

Freitag, 11. November 2011

Madison Eleven Park

Als ich im August im Madison Eleven Park (MEP) reservierte, war Daniel Humm mit 2 Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet. Im Oktober vor meiner Ankunft in New York, wurde die neue Guide Michelin veröffentlicht und Daniel Humm stieg in die Liga der 3-Sterne Köche auf. Ich war schon im Februar 2011 zum Lunch im mondänen Restaurant mit Blick auf den Madison Park und freute mich auf den zweiten Besuch dieses Jahr. Die Speisekarte liegt versteckt unter der Serviette und beim ersten hinschauen, kann man schon mal leicht verwirrt sein. Ein Raster mit saisonalen Zutaten, das nach Erklärung schreit. Diese kommt dann auch rasch vom sehr aufmerksamen Service. Die erste horizontale Linie mit vier Zutaten ist für die erste (kalte) Vorspeise, die nächste für die warme Vorspeise usw. Aus diesen vier Zutaten wählt man eine aus. Die geschulten Mitarbeite des Service fragen einem dann, nach Vorlieben oder besonderen Wünschen. Sinn ist es, der Küche zu überlassen was mit der gewählten Zutat gekocht wird. So kann das MEP jeden Tag andere Gerichte auf den Teller zaubern und jeder Teller sieht ein wenig anders aus. Die Zusammenarbeit zwischen der Küche und dem Service Team klappt und alle arbeiten „Hand in Hand“. Das MEP serviert keinen typischen Business Lunch. Man nimmt sich 2-3 Stunden Zeit um es wirklich geniessen zu können. Zum Auftakt gab es zwei Amouse Bouche. Das erste war ein Pilz Tee mit einem Trüffel Brioche. Besser gefiel mir, das Stör-Sabayone, welches in einem Ei serviert wurde. Ein bisschen irritiert war ich, weil schon im Januar die gleichen Amouse serviert wurden. Den Start machte dann die kalte Vorspeise, wo ich mich für Scampi entschied. Die Zubereitung war kalt und das Gericht ingesamt säuerlich-süss. Die marinierten Scampi waren von Beerengelee, Trauben, Mandeln und Fenchel begleitet. Ein leichter Auftakt, der mir persönlich ein bisschen zu fruchtig war. Das Highlight folgte aber im nächsten Gang. Die gewählte Zutat Lobster, kam mit Pilzen, die auf drei Arten (Schaum, Püree, gebraten) zubereitet waren. Die intensiven Pilzkomponenten passten ausgezeichnet zum delikaten und auf den Punkt gegarten Maine Lobster. 
Die gehobelten Matsutake Pilze waren eine dekadentes aber aufwertendes Extra. Der Albarino von Do Ferreiro war ok für die beiden Vorspeisen. Zum Lammhauptgang gab es einen Syrah (2004) von Patrick Jasmin (Côte-Rôtie). Wegen eine kleinen Missverständnis kam dieser erst, als die Teller schon auf dem Tisch waren. Der Hauptgang kam dann nicht an die warme Vorspeise heran. Das Lamm zwar auf den punkt gegart, hätte ein bisschen wärmer sein können. Die Auberginen als Beilage passten zum Gericht und der mit Kardamon parfümierte Jus unterstützte den Geschmack des Lammfilets. 
Von salzig kam nun der Übergang zu süss. Den Übergang machte eine alte New Yorker (manche sagen Brooklyn) Spezialität namens Egg Cream. Diese wurde MEP-like am Tisch zubereitet. Der Drink wird mit einem Orangen infused Sirup, Milch und Selzerwasser aus einer der Old-School Flaschen zubereitet. Schokolade war meine Zutat für’s Dessert. Hier nicht mehr viel Spektakuläres aber solide, einwandfreie Leistung des Pastry Chefs Angela Pinkerton. Beim bestellen fragte ich, ob auch etwas Kaffee in den Dessert einfliessen könne. Nicht leichter als das, und die luftige. mousseartige Espressorolle war das eigentliche Highlight des Tellers. Obwohl es luftig, locker und leicht war, hatte es einen sehr intensiven Kaffeegeschmack. Die Petite Fours zum Dessert waren ein würdiger Abschluss. 
Eine Überrschung kam gab es aber noch. Mit der Rechnung, wurden zwei Gläser Cognac serviert. Der Chef de Service stellte die Flasche auf einen kleinen Silberteller und bat uns darum, so viel zu trinken wie wir wollen. Wir nahmen an, dass der Grund die vergessenen Rotweine waren. Diese waren nämlich auch nicht einmal auf der Rechnung, was bei 29 $ pro Glas doch etwas ausmacht. Ich muss schon sagen, das Madison Eleven hat das Gesamtpaket. Die Lage, die Küche, der Service und der Dining Room passen nach NY und passen in die Liga der besten Restaurants der Welt (Ranked 24 S. Pellegrino Top 50 List). Mit dem Release des Kochbuchs (11.11.2011) wurde auch der Verkauf von Gastro-Guru und Besitzer Danny Meyer an Daniel Humm und Will Guidara spruchreif.

Donnerstag, 10. November 2011

The Redd


An einem sonnigen Morgen in Healdsburg, machte ich mich auf den Weg nach Yountville. Die Fahrt durch das Weingebiet in Kalifornien, stimmt einem gut auf einen Michelin Lunch ein. Yountville das kleine „Gourmet Dorf“ (The French Laundry ***, Bouchon *, Etoile Restaurant at Domaine Chandon *; höchste Michelin-Stern Dichte der Welt) ist schön im Napa Valley eingebettet und versprüht viel Charme. Ich entschied mich für einen Lunch im the Redd was ein relativ moderne uns unkompliziertes Lokal an der Hauptstrasse ist. Der Empfang war freundlich und den reservierten Tisch auf der Terrasse, konnte ich nach kurzem warten an der Bar einnehmen. Die Karte ist sehr leicht und die Fischgerichte überwiegen. Ich entschied mich bei der Vorspeise für Tuna & Himachi Tartare, dass mit Korriander, Avocado und Chili-Öl abgerundet wurde. Der Geschmack wurde durch die Sonnenstrahlen auf der Terrasse unterstützt und der leichte Riesling trug zum guten Gesamteindruck bei. Auch beim Hauptgang blieb ich bei frischem aus dem Meer. Die Jakobsmuscheln die mit Blumenkohlpüree und Mandeln serviert wurden, waren perfekt gebraten. Die Säure des Balsamico Dressings gab dem Gericht noch den nötigen Kick. Den Dessert, liess ich dieses Mal aus und begnügte mich mit einem Espresso.

Donnerstag, 24. Februar 2011

London 4.3 - 7.3.2011

Noch nicht mal die Hälfte der kulinarischen Offenbarungen in NY sind geschrieben und schon wartet der nächste Trip mit ein paar interessanten Essen.

St John * (http://www.stjohnrestaurant.com/)

Spice Market London (http://www.spicemarketlondon.co.uk/)

The Square ** (http://www.squarerestaurant.com/)

Freitag, 11. Februar 2011

WD-50

Das WD-50 an der Clinton Street 50 öffnete seine Türen im Jahr 2003. Der Chefkoch Wylie Dufresne serviert an fünf Tagen in der Woche (Mo und Di geschlossen) ausschliesslich Abendessen. Dufresne’s Weg, nach dem Abschluss im French Culinary Institute, begann im Jo Jo’s. Anschliessend war bei der Eröffnung des Jean Georges (NY) dabei. Danach wurde er Chefkoch in Vongerichten’s „Prime“ im Belaggio (Las Vegas), bevor er mit seinem Vater ein kleines Restaurant in der Lower East Side eröffnete. Das aus seinen Inizialen (WD) und der Hausnr. (50) bestehende Restaurant ist seit April 03 geöffnet und hat Platz für circa 70 Personen.


Von Aussen sieht das Restaurant sehr unauffällig aus. Ein grosses Fenster umrahmt von Holzbalken und Backsteinen lassen nicht erahnen, dass hier auf Sterneniveau gekocht wird. Einzig der als neon Leuchttafel aufgehängte Name WD-50 hilft einem das Restaurant auch als das solche zu erkennen. Die Einrichtung ist schlicht und sehr casual. Dies ist auch das Motto von WD, der „fine dining“ in einer „casual atmosphere“ vermitteln will. An der Bar kann man Pre-Drinks geniessen und warten bis der reservierte Platz frei wird oder man isst gleich da, weil die ganze Karte auch an der Bar serviert wird. Es ist von Vorteil einen Tisch zu reservieren, es werden aber auch walk-ins akzeptiert worauf ich mich als Gast aus dem Ausland aber nicht verlassen würde. Die Holztische sind schlicht und ohne „Schnick-Schnack“. Schlichtes Tischset, Messer, Gabel, Teller und Glas. Die Atmosphäre ist für ein Sterne -Restaurant ungewöhnlich locker. Der Service überzeugt durch Wissen und den unkomplizierten Umgang mit den Gästen.

Zum Start gab es Flachbrot mit Sesam, dass durch eine fischige Note abgerundet zum knabbern einlud. Ich und meine Begleitung entschieden uns für ein 3-Gänge Dinner. Das Tasting Menu besteht aus zwölf Gängen und kostet 140 USD. War mir an diesem Abend, kurz nach der Ankunft zu viel.

Als Vorspeise entschieden wir uns für Sepia und Ente. Die Zubereitungsarten im WD-50 erstrecken sich quer durch die qulinarischen Techniken und überraschen die Gäste bei jedem Gang. Der Sepia wurde in kleinen Vierecken aufeinandergetürmt. Als farblicher Kontrast kamen gelierte Root-Beer Quadrate dazu und wurden mit dem Sepia zu einer braun / weissen Pyramide. Die getürmten Quadrate wurden noch mit Brunnenkresse-Blättchen und Tropfen beträufelt und mit Cashew Nüssen abgerundet. Es ergab ein sehr intressantes Geschmackserlebnis. Man muss Root-Beer einfach wirklich mögen, damit einem das Gericht Spass macht. Meine Begleitung bekam drei Röllchen von geräucherter Ente auf Roggencracker serviert. Gefüllt waren die Röllchen mit lila Senf und einer Meerrettichcreme. Ein einfaches Gericht, das geschmacklich überzeugte.

Als Hauptgang wählte ich Pork Loin und meine Begleitung das Wagyu Flap Steak. Das Stück aus der Schweinelende war perfekt gegart, (für schwein wirklich sehr rare) zart und richtig schmackhaft. Die geräucherten Paprika Spätzle passten dazu wie die Faust aufs Auge. Als Gemüseelement wurden frittierte Mangoldraspeln über die Spätzle gestreut und in zweiter Form gedämpft und als kleiner Block angerichtet. Abgerundet wurde es mit einer süsslich angehauchten Pfirsich- Mandelsauce. Ein Hauptgang der mich vom ersten bis zum letzten Bissen überzeugte. Geschmacklich wie auch von der Grösse der Portion und der Präsentation eine Freude. Genauso köstlich und schön anzusehen war der hauptgang meiner Begleitung. Das Wagyu Flap Steak (ein eher unbekanntes Stück vom Rind und kommt vom unteren teil des Sirloin). Die eher ungewöhnliche Beilage waren krosse „Küchlein“ aus Gersten und Malz. Die mit Petersilie angehauchten Weissrüben bildeten eine weitere Komponete dieses geschmackvollen Hauptganges.

Auch der Abschluss hätte kaum besser sein können. Die Dessert Karte stellte einem vor eine Herausforderung, zu gut tönte alles. Wir entschieden uns schlussendlich für Schokolade und Kaffee. Mein Dessert bestand aus einem Milchschokoladenmousse, caramalisierten Erdnüssen, einer schwarzen Bohnensauce, Kochbananen und Soja. Ein Dessert wie ein Traum. Nicht zu süss nicht zu schwer einfach perfekt. Malcolm Livingston II konnte auch bei meiner Begleitung punkten. Die Kaffeeglace in Form von streuselartigen Stückchen zergingen im Mund und schmeckten traumhaft. In Verbindung mit Cocoa, Arganöl und den Pecannüssen ein weiteres Dessert, dass glücklich machte. Liebend gerne hätte ich hier auch das eines der Dessert Tasting Menu gewählt aber 3 oder sogar 5 Desserts gingen einfach nicht mehr rein. Ein bisschen Schade, bekamen wir den Kaffee erst als wir den Dessert zu Ende gegessen hatten.

Wylie Dufresne liess es sich dann nicht nehmen, auch mal aus der Küche zu kommen und bei ein paar Tischen persönlich vorbeizuschauen. Die Küche ist so offen gestaltet, dass man sowieso ohne Probleme kurz an den Pass stehen kann um dem Treiben in der Küche ein paar Momente zuzuschauen. Die experimentelle Art und die Zutaten die dabei verwendet wurden faszinierten mich. Ich werde gerne wieder zurückkommen. um in der so lockeren Atmosphäre auf solch hohem Niveau bekocht zu werden.

Check: 235 USD incl. tip

Guide Michelin *

San Pellegrino Rank 45

Montag, 24. Januar 2011

Es wird stressig in NY...


3.2.2011
Dinner @ WD-50 (http://www.wd-50.com/) *
4.2.2011
Lunch @ Gramercy Tavern (http://www.gramercytavern.com/) *
5.2.2011
Dinner @ Daniel (http://www.danielnyc.com/daniel.html) ***
6.2.2011
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7.2.2011
Lunch @ Eleven Madison Park (http://www.elevenmadisonpark.com/) *
8.2.2011
Lunch @ Jean Georges (http://www.jean-georges.com/) ***


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